| Kreis-Verkehrswacht: Kinder Fit für Schulweg machen |
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Wichtiger als der Kauf der Schultüte sollte es sein, mit den Schulneulingen, den i-Dötzchen, den Schulweg und die richtigen Verhaltensweisen im Verkehr zu üben. Denn vor ABC und 1x1 steht die Bewältigung der für die Kleinen nicht überschaubaren Verkehrsgefahren. Das meinen der Vorsitzende der Kreis-Verkehrswacht Wesel, Rechtsanwalt Peter Steinhoff aus Dinslaken und die für Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn zuständigen Bereichsleiter Dietrich Vogelsang, Manfred Helmes, und Klaus Zimmermann. Denn in wenigen Tagen geht es wieder los: Einige Hundert völlig verkehrsungewohnte Schülerinnen und Schüler sind erstmals auf ihrem neuen Schulweg, für viele eine aufregende, auch spannende Sache. Schon Tage zuvor sollten die Eltern mit den Kindern den Schulweg üben, sich in den Tagen nach Schulbeginn auch vertrauensvoll an Polizeibeamte wenden, die dann verstärkt zur Schulwegsicherung eingesetzt sind. Besonders gefährdet sind die i-Dötzchen. Denn die gerade mal Sechsjährigen können die Geschwindigkeit von Fahrrädern, Motorrädern und Autos noch nicht einschätzen. Außerdem lassen sie sich leicht ablenken, rennen spontan und ohne Vorsicht auf die Fahrbahn, wenn eine Ablenkung lockt. Ein weiteres Problem: Sie sind so klein, dass ein Autofahrer oder Motorradler sie zwischen parkenden Fahrzeugen nicht sehen kann. Sie selbst haben zwischen den Autos nicht die richtige Sicht auf das Verkehrsgeschehen. Wichtig ist es, so meinen die ehrenamtlich arbeitenden Verkehrswachtler, dass die Eltern mit den Kleinen das richtige Verhalten einüben, es ihnen einprägen. Dazu gilt: Fahrbahnen möglichst nur an Straßenecken zu überqueren, weil dort eher mit Kindern gerechnet wird und keine Hindernisse die Sicht auf sie verdecken. Immer Fußgängerüberwege, wenn vorhanden Zebrastreifen, oder Querungshilfen mit Mittelinseln auf der Fahrbahn nutzen. Auch wenn es ein Umweg ist! Auf dem Gehweg nie nahe der Fahrbahn, sondern Innen gehen. Ferner gilt, den Kindern ein zu prägen, immer nur dann auf die Straße zu treten, wenn eine große Lücke im Autoverkehr aufgetreten ist. Von der Borsteinkante nach links und rechts schauen, den Autofahrern ein Handzeichen geben, erst auf die Straße treten, wenn die Autos stehen. Ampelübergänge müssen genutzt werden. Niemals in deren Nähe, vielleicht hundert Meter entfernt, die Strasse queren, weil der Weg kürzer ist. Die Ampel verschafft Sicherheit. Dabei aber immer auf abbiegende Autos achten, die Fahrer anschauen, Sichtkontakt suchen. Neben dem Training durch die Eltern rät ein Ärzteverband sogar zu einem Rollentausch: An mehreren Tagen bringt das Kind Mutter oder Vater zur Schule, erklärt dabei Gefahrenstellen. Aus Angst sollten die Eltern eins nicht tun: Sohn oder Tochter ständig zur Schule bringen. Das verhindert das Selbständigwerden im Verkehr. Auf „Todsünden“ weist die Kreis-Verkehrswacht hin: Zum Beispiel Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, sie dann auf der Fahrerseite aussteigen lassen. Oder: Als Fahrer im Haltverbot vor der Schule parken, die Kinder darin aussteigen lassen. Einen Rat zur richtigen Kleidung haben die Experten der Verkehrswacht auch: Den Kleinen helle Kleidung mit Signalstreifen, möglichst reflektierende, verpassen. Grellfarbige Tornister kaufen, mit Katzenaugen und Reflexstreifen und den Kindern eine grellgelbe oder orange Baseball-Kappe ausetzen, um auf sie aufmerksam zu machen.
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