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Neuer Feldversuch in Zusammenarbeit mit der Justiz:

Fahrsicherheitstraining statt Strafe

 

Nicht immer tut Strafe Not. Diese Erfahrung haben unzweifelhaft auch die Richterinnen und Richter ebenso wie die Amts- und Staatsanwälte im Kreis Wesel schon allzu oft gemacht. Insbesondere vor dem Hintergrund der überproportional hohen Beteiligung der Personengruppe von 18- bis 24 Jährigen an Verkehrsunfällen hat die Kreis-Verkehrswacht Wesel (KVW) im Rahmen einer landesweiten Kampagne das Projekt „Fahrsicherheitstraining statt Strafe“ initiiert. Diese Maßnahme hat sich seit 2005 bereits bestens im Bereich der Verkehrswacht Köln bewährt. Sie wird dort im Einklang und in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft und den Gerichten mit großem Erfolg durchgeführt.
 
In einem Feldversuch, an dem sich für den Kreis Wesel die Amts- und Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Kleve, Außenstelle Moers, sowie die Richterschaft der Amtsgerichte Moers und Rheinberg beteiligen, soll nun untersucht werden, ob sich die allein aus dem erzieherischen Effekt positiven Aspekte aus Köln auch auf unseren Kreis übertragen lassen.

 

Die KVW weiß zu gut, dass das projektierte Vorhaben allein bei der KVW zu einem deutlich höheren Arbeitsaufkommen führen wird, als dies bei der üblichen Einstellung gemäß § 153 a StPO der Fall ist. Dennoch möchten wir uns gern dieser Aufgabe und Verantwortung stellen, um auch dadurch einen wesentlichen und nach unserer Überzeugung erfolgreichen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten.
 
 Wir werden demnächst an dieser Stelle über erste Erfahrungen berichten.