Schule hat begonnen!

Kreis-Verkehrswacht in der Lokalzeit Duisburg

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) Studio Duisburg hat der KVW freundlicherweise den Mitschnitt des Beitrags vom 4. Mai 2016 überlassen. Darin wird zunächst die Arbeit im Rahmen des Projekts "Kind im Straßenverkehr" dargestellt. Anschließend wird Frank Schulten, Geschäftsführer der KVW, interviewt.

Wir danken dem WDR sehr herzlich!

 

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KVW und DEKRA sorgen auch 2017 für Sicherheit

(Dinslaken)  DEKRA und Kreis-Verkehrswacht Wesel haben sämtliche I-Dötzchen in Dinslaken, Voerde und Hünxe mit reflektierenden Sicherheits-Mützen ausgestattet. Die Mützen, die die DEKRA-Niederlassung Duisburg, vertreten durch die Prüfstelle Dinslaken gestiftet hat, sollen gerade in der bevorstehenden dunkleren Jahreszeit zur besseren Sichtbarkeit der kleinen Verkehrsteilnehmer beitragen. Das Motto dazu lautet "Sicherheit braucht Köpfchen".

 

An der Übergabe an der Gemeinschaftsgrundschule Dorfschule in Dinslaken-Hiesfeld nahmen EPHK Egbert Doernemann und Bezirksbeamter Ebbert (beide Polizeistation Dinslaken),  stellvertretender Bürgermeister Thomas Groß, Peter Steinhoff (KVW) und Dipl.-Ing. Bernd von Mallinckrodt (Dekra Duisburg) sowie Dipl.-Ing. Thomas Bienen (Dekra-Außenstelle Dinslaken) teil.

 

 

 

 

 

 

 

KVW und DEKRA sorgen für Sicherheit

(Dinslaken)  DEKRA und Kreis-Verkehrswacht Wesel haben sämtliche I-Dötzchen in Dinslaken, Voerde und Hünxe mit reflektierenden Sicherheits-Mützen ausgestattet. Die Mützen, die die DEKRA-Niederlassung Duisburg, vertreten durch die Prüfstelle Dinslaken gestiftet hat, sollen gerade in der bevorstehenden dunkleren Jahreszeit zur besseren Sichtbarkeit der kleinen Verkehrsteilnehmer beitragen. Das Motto dazu lautet "Sicherheit braucht Köpfchen".

 

An der Übergabe an der Gemeinschaftsgrundschule Hagenschule nahmen deren Rektor Ludger Zech, EPHK Egbert Doernemann und Bezirksbeamter Michael Quicker (beide Polizeistation Dinslaken),  stellvertretender Bürgermeister Eyüp Yildiz, Peter Steinhoff (KVW) und Dipl.-Ing. Bernd von Mallinckrodt (Dekra Duisburg) sowie Dipl.-Ing. Thomas Bienen (Dekra-Außenstelle Dinslaken) teil.

 

 

 

 

Schülerlotsenwettbewerb 2016

Auf Landesebene wurde am 01.06.2016 der diesjährige Schülerlotsenwettbewerb auf Einladung der Landesverkehrswacht NRW (LVW) in Leverkusen durchgeführt. Dabei trafen sich 30 Schüler/Schülerinnen aus ganz NRW in Leverkusen, um beim Schülerlotsenwettbewerb auf Landesebene ihre Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis zu stellen.  Dabei konnte CARINA WITTIG (1.v.l.) aus Xanten den 2. Platz erringen! Herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

 

Bilder Bikertraining 2016

Hier einige Bilder vom Bikertraining.

Nach der Begrüßung durch die Kreis-Verkehrswacht Wesel e.V. und der Vorstellung der Unfallzahlen durch die Beamten der Kreis-Polizei wurde erst mal in der gesamten Gruppe ein Aufwärmtraining mit unterschiedlichen Übungen auf dem Bike gefahren. Danach wurden in kleineren Gruppen verschiedene Übungen durchgeführt: Anfahren mit vollem Lenkeinschlag, große Kreise, kleine Kreise, verschiedene Slalomarten, Bremsübungen und Bremsausweichübungen. Alle Gruppen wurden von der Feuerwehr in Ersthelfermaßnahmen zur Auffrischung unterwiesen, bevor eine gemeinsame Ausfahrt am Niederrhein das Basistraining komplettierte.

Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei der Schillkaserne Wesel, die es uns erst möglich macht, auf ihrem Exerzierplatz dieses Basis-Training für Biker durchzuführen.

 

 

Mitgliederversammlung am 13. April 2016 in Dinslaken

In der Versammlung wurde der langjährige ehemalige Geschäftsführer Clemens Ridder für seine langjährige engagierte Tätigkeit in der Kreisverkehrswacht geehrt. Die Ehrung wurde vom Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht, Werner Hartmann, vorgenommen. Schon 1978 kam Clemens Ridder durch seine Tätigkeit als Fachberater für Verkehr an den Haupt- und  Grundschulen mit der Kreisverkehrswacht in Berührung. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2004 hielt er diese Funktion inne. 2004 wurde er dann Bereichsleiter für das Stadtgebiet Hamminkeln. 2007 wurde er zum Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Wesel gewählt. Dieses Amt hat er mit hohem persönlichen Einsatz sehr erfolgreich bis 2014 wahr genommen und sich somit große Verdienste erworben. Neben einer Ehrenurkunde von der Landesverkehrswacht erhielt er auch einen kleinen Präsentkorb. Bei seiner Arbeit als Geschäftsführer wurde er stets von seiner Lebensgefährtin Dorothea Stratenschulte mit Rat und Tat unterstützt. Auch sie wurde daher mit geehrt. Als kleines Zeichen der Anerkennung überreichte Bernd Störmer Frau Stratenschulte einen Blumenstrauß und sprach ihr seinen Dank aus.
Durch Peter Steinhoff, den stellv. Vorsitzenden wurde ein verdienter Kraftfahrer für 50 Jahre vorbildliche Verkehrsteilnahme geehrt. Herrn Johann Mölleken aus Dinslaken wurden als äußere Zeichen eine Urkunde und eine goldene Ehrennadel der Verkehrswacht durch Herrn Steinhoff ausgehändigt.
Der Inhalt des Geschäftsberichtes 2015 der KVW wurde vom Geschäftsführer Frank Schulten auszugsweise vorgetragen. Frank Schulten referierte dabei auch über 42 Veranstaltungen, z. B.  für Kinder in der Schulen, Jugendliche, Fahrsicherheitstrainings für Biker und Senioren, Ranzentage in Moers und In Wesel. Darüber hinaus machte er Ausführungen über finanzielle Zuweisungen der Gerichte und er Staatsanwaltschaften im Bereich des Kreises Wesel, über Sponsoring der Sparkassen, Volksbanken und des RWE. Ohne dieses Geld hätte man die vielen Veranstaltungen nicht durchführen und umfangreiches Infomaterial sowie diverse Sicherheitsartikel an die Besucher der Veranstaltungen verteilen können. Frank Schulten teilte mit, dass auch für 2016 mit einer ähnlich großen Zahl von Aufklärungs-Aktionen der Kreisverkehrswacht auszugehen sei und so wieder viele hundert Menschen erreicht werden können.   
In weiteren Tagesordnungspunkten informierte die Kreispolizeibehörde Wesel durch Polizeihauptkommissar Licht, Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Wesel, die Teilnehmer über das Unfallgeschehen im Kreise Wesel für das Jahr 2015. Dabei wurde besonders heraus gestellt, dass die Anzahl  der Verkehrsunfälle zwar insgesamt gestiegen sei, die Verkehrsunfälle mit Personenschaden jedoch um 5,5% gesunken sind.
Sehr erfreulich sei die Entwicklung bei VU mit Kindern, wo die Zahl um mehr als 20% zurückging. Die Zahl der Schulwegunfälle sank sogar um 23%. Auch bei den Seniorenunfällen war ein Rückgang um fast 12% zu verzeichnen.
Polizeihauptkommissar Paffen, ebenfalls von der Direktion Verkehr, stellte darüber hinaus das Verkehrsunfallpräventions-Projekt „Crash-Kurs NRW“ für die Zielgruppe der Jugendlichen und der künftigen Fahranfänger vor. Die Versammlungsteilnehmer zeigten sich aufgrund der absoluten Realitätsnähe und die damit verbundene Wirkung dieses Projektes sehr beeindruckt.

 

 

 

 

Impressionen von der Mitgliederversammlung am 13. April 2016 in Dinslaken

Gurtschlitten nach der Renovierung
Clemens Ridder und Helmut Schwiening
Im Ratssaal Dinslaken
Werner Hartmann, Vizepräsident der LVW; Bürgermeister Dr. Michael Heidinger; Landrat Dr. Ansgar Müller; Vorsitzender der KVW Bernd Störmer
Dorothea Stratenschulte und Clemens Ridder
Clemens Ridder erhält von W. Hartmann die Urkunde für die Silberne Ehrennadel verliehen
Bürgermeister Dr. Heidinger gratuliert
Ein Dank durch den Geschäftsführer Frank Schulten darf nicht fehlen.
Die drei "fleissigen Hände": Holger Schulz, Achim Woitek, Helmut Fischer




Bernd Störmer ist neuer Vositzender!

In der Mitgliederversammlung vom 7. Mai 2015 in Sonsbeck wurde Erster Polizeihauptkommissar i.R. Bernd Störmer (64) eisntimmig zum neuen Vorsitzenden der Kreis-Verkehrswacht Wesel gewählt. Zuvor hatte Peter Steinhoff aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Er ist seit 1986 im Vorstand tätig, zuletzt seit 2001 als Erster Vorsitzender. Er möchte frischen Wind an die Spitze bringen, steht jedoch als neu gewählter Zweiter Vorsitzender der KVW weiterhin zur Verfügung.

Zudem wurde Ulrich Dickmann zum neuen Bereichsleiter für Voerde einstimmig gewählt.

 

 

PHK Michael Schmitt führt das ESO-Messgerät vor
"Alt"-Vorsitzender Peter Steinhoff
Bürgermeister Heiko Schmidt
Schirmherr: Landrat Dr. Ansgar Müller
Helmut Fischer (Mitte) wird gedankt, rechts: GF Frank Schulten
Frank Schulten dankt Peter Steinhoff
Bernd Störmer als Wahlvorschlag
EPHK Norbert Klump erläuert die Verkehrsunfallsituation
 

Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags Goslar

Auf dem 53. Verkehrsgerichtstag (VGT) sprachen sich die Experten im Arbeitskreis II dafür aus, die technologische Entwicklung des automatisierten Fahrens aktiv voranzutreiben und wissenschaftlich zu begleiten. Gegebenenfalls sollte auch der rechtliche Rahmen angepasst werden. In jedem Falle gilt es nach Ansicht der Experten, die Gesellschaft in den Prozess einzubinden.Beim Thema „Promillegrenze für Fahrradfahrer“ plädierte eine deutliche Mehrheit des entsprechenden Arbeitskreises für einen Bußgeldtatbestand mit einem gesetzlichen Grenzwert von 1,1 Promille.Die Experten im Arbeitskreis „Unfallrisiko Landstraße“ forderten eine Regelgeschwindigkeit für Pkw und Lkw auf Landstraßen bei 80 km/h sowie Überholverbote in Bereichen unzureichender Sichtweite. Um die Anzahl an Motorradunfällen zu reduzieren, machten sich die Experten dafür stark, an bekannten Motorradstrecken Maßnahmen aus dem „Merkblatt zur Verbesserung der Verkehrssicher-heit auf Motorradstrecken“ (MVMot) konsequent umzusetzen. Eine Maßnahme ist beispielsweise die Installation von Schutzplanken nur mit Unterfahrschutz.Die Experten im Arbeitskreis „Ablenkung durch moderne Kommunikationstechniken“ verdeutlichten den Bedarf an einer aussagekräftigen Datenbasis, die die Nutzung von Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungsmitteln durch Autofahrer erfasst. Zudem empfahlen die Experten eine bundesweit einheitliche Dachkampagne und eine Anpassung von §23 StVO (Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden).Sämtliche Empfehlungen des VGT können Sie hier herunterladen: http://www.deutscher-verkehrsgerichtstag.de/images/empfehlungen_pdf/empfehlungen_53_vgt.pdf

 

 

 

Aufkleber gegen den toten Winkel

Rüdiger Kehl, Bereichsleiter der KVW in Moers, Ulf Sattler und Frank Schulten, Geschäftsführer der KVW

Mit der Spedition Sattler aus Moers hat die Kreis-Verkehrswacht Wesel erstmals im Kreisgebiet eine Firma gefunden, die aktiv gegen Unfälle durch den so genannten "toten Winkel" mitverursacht werden.

 

Jeder Verkehrsteilnehmer kennt die Situation: ob Fußgänger, Radfahrer oder auch Pkw-Fahrer fragt man sich immer, ob mich denn der Fahrer des Lkw vor oder neben mir wahrgenommen hat. Jeder Autofahrer weiss, dass er sich nicht auf Innen- und Außenspiegel verlassen kann und darf, der Schulterblick ist (überlebens-)wichtig. Gravierender verhält es sich da schon bei Lastwagen: sie sind nun mal auf Grund ihrer Größe wesentlich schwerer zu überblicken als etwa ein Personenwagen.

 

Die Firma Sattler hat nun sämtliche Beifahrertüren ihrer Lastwagen mit Aufklebern der Kreis-Verkehrswacht (KVW) bestückt. "Vorsicht - toter Winkel" steht darauf, und auch ein Piktogramm zur Verdeutlichung ist darauf zu sehen. Das soll dazu beitragen, dass insbesondere Fußgänger und Radfahrer selbst Obacht geben und auf z.B. abbiegende Lastwagen achten, sich nicht "blind" darauf verlassen, vom Fahrer gesehen zu werden. Vorbildlich! Diese Aktion sucht Nachahmer.

 

 

 

Warnwesten im Auto sind ab dem 1. Juli Pflicht

 

Landesverkehrswacht NRW rät zu einer Weste pro Insasse

Ab dem 1. Juli 2014 muss in jedem PKW eine Warnweste vorhanden sein. Die Landesverkehrswacht rät, für jeden Insassen eine Weste bereit zu halten. Sie sollten im Inneren des Wagens griffbereit verstaut werden.

Düsseldorf, 30. Juni 2014. Ab dem 1. Juli 2014 muss in jedem PKW eine Warnweste mitgeführt werden. Während man bei der Farbe noch zwischen gelb, rot oder orange wählen darf, ist die DIN-Norm vorgeschrieben: Die Westen müssen DIN EN 471:2003 + A1:2007 oder EN ISO 20471:2013 entsprechen. Die neue Regelung betrifft alle Pkw, Lkw und Busse; bisher mussten die Westen nur in Dienstfahrzeugen mitgeführt werden.

Mit der Warnwestenpflicht für PKW wird die Sicherheit von Autofahrern bei einem Unfall oder einer Panne verbessert. Besonders nachts oder bei Dämmerung erhöht sich die Sichtbarkeit von Personen durch das Tragen einer Warnweste deutlich. Oft entscheidet es sich in Sekundenbruchteilen, ob Personen auf der Fahrbahn von den Fahrern herannahender Fahrzeuge rechtzeitig wahrgenommen werden oder nicht. Nur wenn jemand rechtzeitig gesehen wird, kann durch eine Bremsung oder ein Ausweichmanöver ein Zusammenstoß vermieden werden.

Um die Sicherheit aller Fahrzeuginsassen zu garantieren, rät die Landesverkehrswacht NRW dazu, immer genügend Westen an Bord zu haben. Schließlich kann es zu Situationen kommen, in denen es besser ist, wenn alle Insassen das Fahrzeug verlassen. Daher ist es auch notwendig, genügend Warnwesten dabei zu haben. Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen und eine Warnweste kostet kein Vermögen.

Wer in den bevorstehenden Sommerferien mit dem Auto im Ausland Urlaub machen möchte, sollte in jedem Fall ausreichend Westen an Bord haben. So muss in vielen europäischen Nachbarländern jede Person, die den PKW außerhalb geschlossener Ortschaften bei einer Panne oder einen Unfall verlässt, eine Weste tragen. In einigen Ländern ist die Warnweste auch für Motorradfahrer vorgeschrieben. Vor Fahrtantritt sollte man sich über die Regelung im jeweiligen Land informieren. Die NRW-Verkehrswachten hatten das Mitführen von Warnwesten in PKW 2006 auf der Hauptversammlung der Landesverkehrswacht NRW als verkehrspolitische Forderung erhoben. Die Verkehrsminister der Länder einigten sich auf ihrer Konferenz im April 2013 auf eine Warnwesten-Pflicht. Umgesetzt wurde sie durch die 48. Verordnung zur Änderung Straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften durch das Bundesverkehrsministeriums im August 2013.

 

 

 

Mit Sicherheit für den Fahrradhelm!

Der Sommer ist da, die Temperaturen sind hoch und viele nutzen bei schönem Wetter das Rad, um zur Arbeit oder zum Badesee zu fahren. Verwirrung stiftet ein  Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH). Der hatte am 17. Juni entschieden, dass Radfahrer bei unverschuldetem Unfall kein Mitverschulden an erlittenen Verletzungen haben, wenn sie keinen Helm tragen. Hintergrund dieser höchstrichterlichen Entscheidung war ein Unfall einer Fahrradfahrerin, die ohne Helm bei einem Verkehrsunfall schwer am Kopf verletzt wurde. Sie trägt keine Mitschuld, auch wenn ein Helm die Folgen gemindert hätte.

 

Das Urteil ist aber kein Urteil gegen das Tragen eines Fahrradhelms. Die Kreis-Verkehrswacht Wesel empfiehlt aufgrund von medizinischen Gutachten, von Unfallberichten Betroffener und nach Gesprächen mit Unfallchirurgen das Tragen eines Fahrradhelms. Die Einsicht, einen Fahrradhelm zu tragen, ist ein Stück Sicherheit, die man sich selbst gönnen sollte. Darüber muss aber jeder selbst entscheiden. Die Kreis-Verkehrswacht Wesel bittet: Tragen Sie beim Radeln immer Helm, seien sie Vorbild, vor allem für Kinder.

 

So wirkt ein Helm

Wenn der Kopf bei einem Fahrradunfall ungeschützt aufprallt, wirken wuchtige Kräfte auf Schädel und Gehirn: Das Gehirn stößt an die Schädeldecke, es kommt zu einer Blutung. Wenn das Gewebe anschwillt, werden Blutgefäße gequetscht, was eine Unterversorgung mit Sauerstoff nach sich zieht. Ob der gestürzte Radfahrer mit einer leichten Gehirnerschütterung davonkommt oder ob der Unfall zu einer dramatischen Bewusstseinsstörung, womöglich zu einem Wachkoma führt, kann niemand vorhersagen.

Ein Helm verstärkt die Schädeldecke und stellt sozusagen die Knautschzone zwischen Kopf und Straße dar. Er wirkt wie ein Stoßdämpfer, der die enorme Aufprallenergie abfängt. Beim Aufprall wird der Helm zusammengestaucht – manchmal ist dies an Bruchstellen sichtbar, aber oft kommt es nur zu feinen, mit dem bloßen Auge unsichtbaren Haarrissen. Auf jeden Fall muss ein Helm nach einem Sturz ausgetauscht werden – aber besser der Helm ist verwüstet, als der Kopf, sagt die Kreis-Verkehrswacht Wesel.

 

 

 

Neues Fahreignungsregister ab 1. Mai 2014

Das neue Fahreignungsregister (FAER) steht für mehr Verkehrssicherheit!Mehr Verkehrssicherheit durch ein klares RegelwerkDas neue Fahreignungsregister löst zum 1. Mai 2014 das bisherige Verkehrszentralregister in Flensburgab. Es erfasst Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die durch Verkehrsverstöße sich undandere gefährden. Das neue Fahreignungs-Bewertungssystem soll dazu motivieren, das Fahrverhaltenzu verbessern.Mit der Umstellung werden die Regelungen einfacher und leichter nachvollziehbar. ImFahreignungsregister werden nur noch abschließend benannte Verstöße erfasst, die sich unmittelbarauf die Verkehrssicherheit auswirken.Nur noch drei PunktekategorienFür die Einschätzung des Verkehrssicherheitsrisikos reichen drei Kategorien aus: Ein Punkt wird fürschwere Ordnungswidrigkeiten eingetragen. Zwei Punkte werden für besonders schwereOrdnungswidrigkeiten, die in der Regel mit einem Fahrverbot verbunden sind, und für Straftatenangesetzt. Mit drei Punkten werden Straftaten bewertet, die zur Entziehung der Fahrerlaubnis geführthaben.Feste TilgungsfristenDie Regelungen zu den Tilgungsfristen für eingetragene Verstöße werden einfacher: DieTilgungshemmung entfällt, d.h. ein neuer Verstoß führt nicht mehr dazu, dass ein bereits eingetragenerVerstoß länger gespeichert bleibt.Punkte entstehen am Tattag und werden zur Berechnung des Punktestandes herangezogen bis dieTilgungsfrist abgelaufen ist. Die Tilgungsfrist beginnt nun für alle Verstöße einheitlich mit der Rechtskraftdes Bußgeldbescheids oder des Urteils. Die Tilgungsfrist für schwere Ordnungswidrigkeiten (1 Punkt)beträgt zweieinhalb Jahre. Für besonders schwere Ordnungswidrigkeiten und für Straftaten ohneEntziehung der Fahrerlaubnis (2 Punkte) beträgt sie fünf Jahre. Punkte für Straftaten mit Entziehungder Fahrerlaubnis (3 Punkte) verfallen nach zehn Jahren.Drei MaßnahmenstufenNach wie vor sieht das System drei Maßnahmenstufen vor.Bei bis zu drei Punkten erfolgt die Erfassung im Fahreignungsregister. Die oder der Betroffene wirddarauf im Bußgeldbescheid hingewiesen.

 

Mehr dazu erfahren Sie unter: http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrsteilnehmer/Fahreignungsregister/fahreignungsregister_node.html

 

 

 

Mitgliederversammlung am 7. April 2014 in Hamminkeln

Vorsitzender Peter Steinhoff
Thomas Janßen
Dorothea Stratenschulte
Clemens Ridder
rechts: POR Herbert Ickert
Frau Schulten
Präsident LVW Heinz Hardt, Mathias Schulten
Präsident LVW Heinz Hardt, Mathias Schulten
Präsident LVW Heinz Hardt, Mathias Schulten
Landrat Dr. Müller
Bürgermeister Holger Schlierf
Bernd Störmer
 
 

In der diesjährigen Mitgliederversammlung gab es zunächst etwas zu feiern. Mathias Schulten wurde nach über 45 Jahren Vorstandstätigkeit in der VW Rees, ab 1975 dann Kreis-Verkehrswacht Wesel, vom Präsidenten der Landesverkehrswacht Heinz Hardt mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Sie wird nur einmal pro Jahr verliehen.

Die KVW dankte ihm und seiner Gattin jeweils mit einem kleinen Präsent.

 

Bei den Vorstandswahlen gab es Veränderungen:

Nach nahezu 10 Jahren wollte unser Geschäftsführer Clemens Ridder endlich seinen Ruhestand mit 73 Jahren genießen. Auch er und seine Gattin erhielten zur Anerkennung jeweils ein Präsent.

Zu seinem Nachfolger wurde Frank Schulten gewählt.

 

Das Amt von Mathias Schulten wird nun von der neuen Schatzmeisterin Frau Ilka Schulten ausgeübt.

 

Thomas Janßen, bisher Bereichsleiter in Alpen, kandidierte aus beruflichen Gründen nach 12 Jahren Vorstandstätigkeit nicht wieder. Zu seiner Nachfolgerin wählte die Versammlung Frau Christiane Franken.

 

Als Nachfolger von Clemens Ridder wählte die Versammlung Bernd Störmer, EPHK, zum neuen Bereichsleiter für Hamminkeln.

 

In Voerde gab Herr Knautz sein Amt auf. Leider fand sich kein Nachfolger.

 

 

 

Radfahren mit Helm - oder Mitschuld

Fahrradunfall ohne Helm – Mitverschulden an der Kopfverletzung?

Pressemitteilung 9/2013

Erscheinungsdatum:

17.06.2013

Kollidiert ein Radfahrer im öffentlichen Straßenverkehr mit einem anderen - sich verkehrswidrig verhaltenden - Verkehrsteilnehmer (Kfz; Radfahrer usw.)  und erleidet er infolge des unfallbedingten Sturzes Kopfverletzungen, die ein Fahrradhelm verhindert oder gemindert hätte, muss er sich grundsätzlich ein Mitverschulden wegen Nichttragens eines Fahrradhelms anrechnen lassen. Dies hat der 7. Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vergangene Woche entschieden und im konkreten Fall den Mitverschuldensanteil mit 20 % bemessen.

Zum Sachverhalt: Die Klägerin fuhr mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit auf einer Straße. Sie trug keinen Fahrradhelm. Am rechten Fahrbahnrand parkte ein PKW. Die Halterin des PKW öffnete unmittelbar vor der sich nähernden Fahrradfahrerin von innen die Fahrertür, so dass die Radfahrerin nicht mehr ausweichen konnte, gegen die Fahrertür fuhr und zu Boden stürzte. Sie fiel auf den Hinterkopf und zog sich schwere Schädel-Hirnverletzungen zu, die einen zweimonatigen Krankenhausaufenthalt erforderten und anschließend eine ambulante Weiterbehandlung. Da die ärztliche Behandlung und die berufliche Wiedereingliederung noch nicht abgeschlossen waren, verlangte die Fahrradfahrerin vor Gericht zunächst die Feststellung, dass die Halterin des Pkw und deren KFZ- Haftpflichtversicherung verpflichtet sind, ihr alle aus dem Unfall entstandenen und zukünftig entstehenden Schäden zu ersetzen, insbesondere auch ein Schmerzensgeld zu zahlen. Die Halterin des PKW und ihre Versicherung verteidigten sich damit, dass die Fahrradfahrerin ein Mitverschulden an den Kopfverletzungen treffe, weil sie keinen Helm getragen habe.

Aus den Gründen: Die Fahrradfahrerin trifft ein Mitverschulden an den erlittenen Schädelverletzungen, weil sie keinen Helm getragen und damit Schutzmaßnahmen zu ihrer eigenen Sicherheit unterlassen hat (sogenanntes Verschulden gegen sich selbst). Der Mitverschuldensanteil wird im konkreten Fall mit 20% bemessen. Hierbei berücksichtigt das Gericht zum einen, dass ein Helm nach den Feststellungen des gerichtlichen Sachverständigen die Kopfverletzung der Fahrradfahrerin zwar in einem gewissen Umfang hätte verringern, aber nicht verhindern können, und zum anderen, dass das grob fahrlässige Verhalten der Halterin des PKW den Mitverschuldensanteil der Fahrradfahrerin deutlich überwiegt.

Zwar besteht für Fahrradfahrer nach dem Gesetz keine allgemeine Helmpflicht. "Fahrradfahrer sind heutzutage jedoch im täglichen Straßenverkehr einem besonderen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Der gegenwärtige Straßenverkehr ist besonders dicht, wobei motorisierte Fahrzeuge dominieren und Radfahrer von Kraftfahrern oftmals nur als störende Hindernisse im frei fließenden Verkehr empfunden werden. Aufgrund der Fallhöhe, der fehlenden Möglichkeit, sich abzustützen (die Hände stützen sich auf den Lenker, der keinen Halt bietet) und ihrer höheren Geschwindigkeit, z.B. gegenüber Fußgängern, sind Radfahrer besonders gefährdet, Kopfverletzungen zu erleiden. Gerade dagegen soll der Helm schützen. Dass der Helm diesen Schutz auch bewirkt, entspricht der einmütigen Einschätzung der Sicherheitsexperten und wird auch nicht ernsthaft angezweifelt. Die Anschaffung eines Schutzhelms ist darüber hinaus wirtschaftlich zumutbar. Daher kann nach dem heutigen Erkenntnisstand grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass ein verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm tragen wird, soweit er sich in den öffentlichen Straßenverkehr mit dem dargestellten besonderen Verletzungsrisiko begibt."
(Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 05.06.2013., Aktenzeichen: 7 U 11/12)

Dr. Christine von Milczewski
Richterin am Oberlandesgericht
Pressesprecherin

Gottorfstr. 2, 24837 Schleswig
Christine.vonMilczewski(at)olg.landsh.de
Tel.: 04621/86-1328
Fax: 04621/86-1372

Straßenverkehrs-Ordnung 2013: Neue Verkehrszeichen

02.04.2013, Nr.: 08/2013

Am 1. April 2013 ist der Neuerlass der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in Kraft getreten. Damit wurde im Wesentlichen die Rechtsunsicherheit durch die 46. Änderungsverordnung aus dem Jahre 2009 ("Schilderwaldnovelle") beseitigt. Hervorzuheben sind dabei vor allem Neuerungen zu den Verkehrszeichen. Aufgrund dieser Neuerungen überarbeitet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) derzeit den Verkehrszeichenkatalog (VzKat), der für die Herstellung und einheitliche Gestaltung der Verkehrszeichen in Deutschland wichtig ist. Der neue Katalog wird voraussichtlich noch in diesem Jahr vorliegen.

Von den Änderungen in der StVO sind die nachfolgend dargestellten Verkehrszeichen betroffen. Neu sind folgende Zeichen:

Neue Zeichen
Nummer
Bezeichnung
Datei zum DownloadNummer
Bezeichnung
Datei zum Download
Zeichen 314.1 
Beginn einer Parkraumbewirt-
schaftungszone

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 314.1

Zeichen 314.2
Ende einer Parkraumbewirt-
schaftungszone

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 314.2

Zeichen 357-50 
für Radverkehr und Fußgänger durchlässige Sackgasse (als Variante des in der StVO enthaltenen Zeichens 357 „Sackgasse“, nur im Verkehrszeichenkatalog abgebildet)

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 357-50

Zeichen 455.2
Ende der Umleitung

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 455.2

Umlenkungspfeil Ende (Ende einer Streckenempfehlung) (war bislang nicht in der StVO abgebildet, sondern nur in den RWVZ enthalten)

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 467-2

Zeichen 1020-13
Inline-Skaten und Rollschuhfahren frei
(Standort: § 31 Absatz 2StVO), kann auch allein angeordnet sein

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 1020-13

 

Abgeschafft wurden diese Zeichen. Diese dürfen künftig nicht mehr angeordnet werden. Für bereits angeordnete Zeichen gilt eine Frist bis zum 31. Oktober 2022:

Abgeschaffte Zeichen
Nummer
Bezeichnung
Datei zum DownloadNummer
Bezeichnung
Datei zum Download
Zeichen 150 
beschrankter Bahnübergang

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 150

Zeichen 153
dreistreifige Bake vor beschranktem Bahnübergang
(als Folge der Streichung von Zeichen 150)

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 153

Zeichen 353 
Einbahnstraße
(Zeichen 220 bleibt wie gehabt bestehen)

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 353

Zeichen 380
Richtgeschwindigkeit

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 380

Zeichen 381
Ende der Richtgeschwindigkeit

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 381

Zeichen 388
Seitenstreifen für mehrspurige Kraftfahrzeuge nicht befahrbar

8Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 388

Ziel der Novelle ist es, die Anzahl der in der StVO dargestellten Verkehrszeichen auf das notwendige Maß zu reduzieren. Dazu wurde die Darstellung in der StVO hinsichtlich der nachfolgend dargestellten Zeichen verschlankt, teilweise wurden Verschiebungen in den Verkehrszeichenkatalog vorgenommen. Für die praktische Anordnung ergeben sich hier jedoch keine wesentlichen Änderungen. Alle Zeichen können bei Bedarf weiterhin angeordnet werden.

Als Abbildungen entfallen in der StVO folgende Gefahrzeichen. Die Symbole dieser Zeichen stehen weiterhin gemäß § 39 Absatz 8 StVO zur Verfügung, so dass sie als Zeichen bei besonderen Gefahrenlagen weiterhin von den dafür zuständigen Län-derbehörden angeordnet werden können:

Nicht mehr explizit in der StVO dargestellte, aber mögliche Zeichen
Nummer
Bezeichnung
Datei zum DownloadNummer
Bezeichnung
Datei zum Download
ehemals Zeichen 113 
Schnee- oder Eisglätte

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 113

ehemals Zeichen 115 
Steinschlag

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 115

ehemals Zeichen 116 
Splitt, Schotter

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 116

ehemals Zeichen 128
Bewegliche Brücke

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 128

ehemals Zeichen 129
Ufer

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 129

ehemals Zeichen 134
Fußgängerüberweg

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 134

Amphibienwanderung
(bislang nur als Zusatzzeichen)

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen Amphibienwanderung

ehemals Zeichen 144
Flugbetrieb

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 144

Unzureichendes Lichtraumprofil
(bislang nur als Zusatzzeichen)

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen Unzureichendes Lichtraumprofil

Darüberhinaus können gemäß § 39 Absatz 8 folgende Gefahrzeichen angeordnet werden, die so in der StVO bislang "nur" als Sinnbild in § 39 Absatz 7 abgebildet waren:

Nicht explizit in der StVO dargestellte, aber mögliche Zeichen
BezeichnungDatei zum DownloadBezeichnungDatei zum Download
Reiter
(bislang lediglich als Sinnbild in §39)

Das Foto zeig tdas Verkehrszeichen Reiter  

ehemals Zeichen 140
Viehtrieb, Tiere (künftig: "Viehtrieb"

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 140

Weiterhin entfallen in der StVO die Abbildungen der folgenden Zeichen. Diese sind künftig nur noch im Verkehrszeichenkatalog abgebildet, können aber weiterhin von den zuständigen Länderbehörden angeordnet werden:

Nicht mehr explizit in der StVO, aber im Verkehrszeichenkatalog dargestellte Zeichen
Nummer
Bezeichnung
Datei zum DownloadNummer
Bezeichnung
Datei zum Download
ehemals Zeichen 316 
Parken und Reisen

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 316

ehemals Zeichen 317 
Wandererparkplatz

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 317

ehemals Zeichen 355 
Fußgängerunter- oder -überführung

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 355

ehemals Zeichen 359
Pannenhilfe

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 359

ehemals Zeichen 375
Autobahnhotel

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 375

ehemals Zeichen 376
Autobahngasthaus

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 376

ehemals Zeichen 377
Autobahnkiosk

Das Foto zeigt das Verkehrszeichen 377

Durch Klick auf die Zeichen erhalten Sie druckfähige Bilddateien.

 

Mehr Verkehrssicherheit auf Außerortsstraßen

19.03.2013, Nr.: 03/2013

Die Verkehrssicherheit auf Landstraßen kann durch Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen oder Überholfahrstreifen und Überholverbote deutlich gesteigert werden. Laut einem aktuellen Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) konnten Unfälle auf den Untersuchungsstrecken hierdurch um bis zu 64 Prozent reduziert werden.

 

Das Foto zeigt eine Landstraße mit installierter GeschwindkeitsüberwachungsanlageGeschwindigkeitsüberwachungsanlagen können die Unfallzahlen deutlich senken (Foto: BASt).

Landstraßen weisen in Deutschland im Vergleich zu Innerortsstraßen und Autobahnen die höchsten Unfallgefahren auf. 2011 starben 2.441 Menschen auf solchen Straßen bei insgesamt 4.009 Unfalltoten im gleichen Jahr.

Die meisten schweren Unfälle auf Landstraßen sind auf einen Kontrollverlust über das Fahrzeug oder auf Fehler im Zuge von Überholvorgängen zurückzuführen. Deshalb wurden im Rahmen des Forschungsprojekts "Verbesserung der Verkehrssicherheit auf einbahnig zweistreifigen Außerortsstraßen (AOSI)" kurz- und mittelfristig umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf diesen Straßen entwickelt und in einem Großversuch auf ihre Wirksamkeit untersucht.

Um dem Kontrollverlust über das Fahrzeug vorzubeugen, wurden fünf Untersuchungsstrecken linienhaft mit ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen ausgestattet. Hiermit sollte eine bessere Beachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durchgesetzt werden. Zur Vermeidung von Unfällen bei Überholvorgängen wurden auf weiteren fünf Untersuchungsstrecken zusätzliche Überholfahrstreifen angefügt und deren Wirkung in Kombination mit einem Überholverbot in den dazwischen liegenden zweistreifigen Abschnitten überprüft.

Die Anzahl der Unfälle konnte auf den Untersuchungsstrecken, die vorher sehr unfallbelastet waren, durch den Einsatz der Überwachungsanlagen um bis zu 52 Prozent und durch den Anbau zusätzlicher Überholfahrstreifen um bis zu 64 Prozent gesenkt werden. Eine Akzeptanzuntersuchung machte deutlich, dass die Mehrheit der befragten Verkehrsteilnehmer trotz anfänglicher Skepsis mit dem Einsatz solcher Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einverstanden ist.