Ich trag' Helm!

Radfahren wird immer beliebter. Ob Kinder und Jugendliche, Erwachsene oder Senioren: Das Fahrrad kommt in allen Zielgruppen gut an und sorgt für das Plus an Unabhängigkeit. Um diese Freiheit gesund und lange zu geniessen, sorgt ein Fahrradhelm für mehr Sicherheit. Die Deutsche Verkehrswacht wirbt mit der Aktion "Ich trag' Helm" gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen.

Leider ist die Akzeptanz von Fahrradhelmen unter Radfahrern in Deutschland nicht besonders groß. Laut einer Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen sind es im Jahr 2010 gerade einmal 9 Prozent über alle Altersgruppen hinweg, die sich beim Radfahren mit einem Helm schützen.

Um die Quote zu erhöhen, gibt es die Aktion "Ich trag' Helm". Sie wirbt mit guten Argumenten und Tipps für das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen.

Auf der Eurobike in Friedrichshafen warb die Deutsche Verkehrswacht mit innovativen Aktionen für den Fahrradhelm. Ein Musical stellte die Vorteile eines Helms in den Vordergrund, Besucher hatten die Möglichkeit, sich das Aktionslogo per Airbrush auf den Arm tätowieren zu lassen und konnten die Pedelec-Teststrecke absolvieren - natürlich mit Helm. Zudem hatten sie die Möglichkeit einen Fahrradsimulator auszuprobieren und einen Seh- und Reaktionstest zu machen.

Fahrradhelm: Weil der Kopf keine Knautschzone hat

Nach Schätzung der ZNS Hannelore Kohl Stiftung erleiden jährlich rund 23.000 Radfahrer eine Schädel-Hirnverletzung; Fahrradhelme könnten 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen vermeiden. Moderne In-Mold-Helme halten großen Belastungen stand und können bei einem Sturz helfen, das Schlimmste zu vermeiden.

Wenn der Kopf bei einem Fahrradunfall ungeschützt aufprallt, wirken wuchtige Kräfte auf Schädel und Gehirn: Das Gehirn stößt an die Schädeldecke, es kommt zu einer Blutung. Wenn das Gewebe anschwillt, werden Blutgefäße gequetscht, was eine Unterversorgung mit Sauerstoff nach sich zieht. Ob der gestürzte Radfahrer mit einer leichten Gehirnerschütterung davonkommt oder ob der Unfall zu einer dramatischen Bewusstseinsstörung, womöglich zu einem Wachkoma führt, kann niemand vorhersagen.

Ein Helm verstärkt die Schädeldecke und stellt sozusagen die Knautschzone zwischen Kopf und Straße dar. Er wirkt wie ein Stoßdämpfer, der die enorme Aufprallenergie abfängt. Beim Aufprall wird der Helm gestaucht, da er die Aufprallenergie aufnimmt. Nach einem Sturz muss der Helm in jedem Fall ausgetauscht werden, auch wenn oberflächlich keine Beschädigungen zu erkennen sind. Besser der Helm ist verwüstet, als der Kopf.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die Deutsche Verkehrswacht e.V. und viele andere Organisationen unterstützen deshalb das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen.

Ob im Straßenverkehr oder bei einem Ausflug: Mit Fahrradhelm sind Radfahrer besser unterwegs. Die Deutsche Verkehrswacht führt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) das Bundesprogramm „Fahr Rad… aber sicher! durch. Inhalt und Ziel dabei ist, über verkehrssicheres Radfahren zu informieren, Unfallrisiken deutlich zu machen und praktische Hilfe anzubieten. Die Aktion „Ich trag‘ Helm!“ zählt zu den Bausteinen des Programms.

Mehr Infos rund um „Ich trag‘ Helm!“ erfahren Sie im Internet unter www.ich-trag-helm.de