Fahrsicherheitstraining: Unfallfrei durch den Verkehr

Machen Sie es wie Moderator Jan Hofer und testen Ihre Fahrkünste

Aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung ist Autofahren für viele Senioren Routine geworden. Aber wie gut reagieren sie bei einem unerwarteten Ausweichmanöver auf nasser Straße? Während eines Fahrsicherheitstrainings bei der Verkehrswacht können Autofahrer das Verhalten in Gefahrensituationen üben und ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen.

Bremsen, Gas geben, gegenlenken? Um in Gefahrensituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, auch auf bekannten Strecken stets vorausschauend zu fahren. Gerade für Senioren, die jahrelange Erfahrung im Straßenverkehr haben, ist Autofahren zu einer Routineangelegenheit geworden. Bei einem Fahrsicherheitstraining wird für den seltenen, aber umso gefährlicheren Ernstfall geübt: Die Teilnehmer lernen, richtig mit unerwarteten Situationen umzugehen. „Beim Fahrsicherheitstraining können ältere Fahrer überprüfen, wie sicher sie mit dem Auto unterwegs sind – und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt“, sagt Burkhard Nipper, Geschäftsführender Direktor der Landesverkehrswacht.  

Was passiert beim Fahrsicherheitstraining?

Beim Fahrsicherheitstraining geht es nicht um Aus- sondern um Weiterbildung. In moderierten Gruppengesprächen werden vorab schwierige Situationen im Straßenverkehr besprochen. Die praktischen Übungen bauen auf dem Wissen und Können der Teilnehmer auf und testen diese unter unterschiedlichen Bedingungen, zum Beispiel auf nasser Fahrbahn. Auf einem abgesicherten Gelände und im eigenen Auto üben die Fahrer das Verhalten im Ernstfall und entwickeln ein Gefühl für solche Situationen.

Diese Fragen werden im Fahrsicherheitstraining beantwortet:

 

1. Wie stelle ich meine Sitzposition richtig ein? (Armhaltung, Rückenlehne, Sitzhöhe)

2. Was muss ich beim Bremsen beachten? (zum Beispiel auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen oder bei plötzlich auftretenden Hindernissen)

3. Wie verhalte ich mich bei schwierigen Kurven? (Geschwindigkeit, Lenkradhaltung, Blickrichtung)

4. Wie reagiere ich richtig, wenn mein Fahrzeug ausbricht

 

Ein Fahrsicherheitstraining ist keine Prüfung: Fehler während des Trainings führen in keinem Fall zum Führerscheinentzug. Vielmehr geht es darum, die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu überprüfen und hinzuzulernen. „Der Tag beim Fahrsicherheitstraining zeigt, wie man auch in schwierigen Situationen die Kontrolle über sein Auto behält – und macht dabei richtig Spaß“, so Nipper.

Fahrsicherheitstrainings für ältere Verkehrsteilnehmer

Der DVR hat ein Sicherheitstraining entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse älterer Autofahrer abgestimmt ist. Die Aufgaben und Übungen unterscheiden sich von denen eines klassischen Pkw-Fahrsicherheitstrainings: Teilnehmer trainieren konkret Fahrfähigkeiten, die besonders älteren Menschen Schwierigkeiten bereiten können.   Fahrpraktische Schwerpunkte sind:

1. Abbiegen und Spurhalten (Lenk- und Kreuzungsparcours)

2. Bremsen

3. Parken und Rangieren.

Weitere Angebote

Um das richtige Verhalten im Realverkehr zu üben, bieten viele Fahrschulen Feedbackfahrten mit qualifizierten Fahrlehrern an. Als neutrale Beobachter können sie wertvolle Tipps geben und Verbesserungspotenziale aufzeigen.   Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und seine Mitglieder bieten im Rahmen des Programms „sicher-mobil“ Seminare an: In moderierten Gesprächen können sich ältere Verkehrsteilnehmer austauschen und erhalten konkrete Antworten auf ihre Fragen. Mehr zu „sicher-mobil“ finden Sie in der Programm-Broschüre.